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Die Schallplatte

Die Entstehung der Superscheibe

Eigentlich dürfen wir uns bei dem damaligen E-Man Mister Thomas Edison bedanken, daß wir so eine schwarze Superscheibe haben dürfen. Dieser erfand um 1877 den ersten Phonographen.

Das Prinzip dieses Gerät war, daß die Tonfolgen auf eine Wachswalze, wendelförmig aufgetragen wurden. In weitere Folge wurde die patentierte Erfindung von Edison ständig verbessert, wobei nennenswert ist, daß bereits damals die Tonspur spiralförmig in die Oberfläche einer flachen, runden Scheibe eingraviert wurden; diese gelten als die ersten Schallplatten der Welt!
 
Leider mußten die damaligen Erfinder aus Geld- oder Technikprobleme ihre Fortführungen einstellen. Der entscheidende Durchbruch gelang 1887 durch Emil Berliner. Er, im Gegensatz zu Edison konstruierte ein Gerät, das die Schallwellen nicht wie bei Edisons Phonographen in vertikale, sondern in horizontale Bewegungen einer Nadel umsetzt; diese mechanischen Schwingungen ließ er in eine dick mit Ruß überzogene Glasplatte einritzen.
Nach chemischer Härtung des Rußes war er in der Lage, auf galvanoplastischem Wege ein Zink-Positiv und von diesem ein Negativ der Platte anzufertigen, das als Stempel zur Pressung beliebig vieler Positive genutzt werden konnte –die Schallplatte war erfunden.Es folgten auf diesem Grundprinzip aufbauend ständige Verbesserungen an der Schallplatte, zumal durch bessere Materialien wie z.B. Pressmasse, die im wesentlichen aus Schellack bestand und deren Einführung Klangqualität und Haltbarkeit der Platten enorm verbesserte.

Um 1915 wurden dann die erste doppelseitig bespielte, großformatige Schallplatte, durch Carl Lindström auf dem Markt gebracht, welche auch mit einer bis dato noch nicht dagewesenen Klangqualität brillierte; der Weg für die Schallplattenindustrie war geboren. Bereits in den Anfängen der Schallplattenherstellung hatte es –etwa in Großbritannien durch Nicole Records – erfolglose Versuche gegeben, das teure Naturprodukt Schellack durch preiswertere synthetische Kunststoffe zu ersetzen.

Der Durchbruch auf diesem Gebiet gelang 1948 mit der Herstellung der ersten Schallplatten aus (PVC) mit deutlich schmaleren Rillen als in der Schellack-Ära, wodurch auch kleinere Abtastnadeln notwendig wurden. Hiermit wurde nochmals eine deutliche Steigerung sowohl der Tonqualität als auch der Spieldauer möglich.

Ende 1948 brachten zwei Plattenhersteller Columbia Records die 12-Inch LP sowie RCA Victor die 7-Inch LP auf den Markt. Um eine einheitliche Spielzeit zu erreichen wurde auf den Abspielgeräten automatische Plattenwechsler angeboten.

Die Vinylschallplatte war geboren.
Mit Einführung der Stereoschallplatte (1960) wurde abermals eine bessere Klangqualität erzielt; nachfolgend wurden keine Stahlnadeln mehr auf den Abspielgeräten verwendet, sondern geschliffene Saphire oder Diamanten. Hier konnte man dann auch die zu diesem Zeitpunkt auf den Markt gekommenen Single Platten abspielen.

Obwohl mit 1980 die Compact Disc eingeführt wurde, erfreut sich die Langspielplatte nach wie vor größter Beliebtheit.

 

 

 

Emil Berliner Quelle Wikipedia

 


 Phonograph um 1900